Literaturblog „Duftender Doppelpunkt“: Zweistufiger Literaturpreis

Beschreibung des Akteurs

Duftender Doppelpunkt“ informiert über Interessantes aus dem Bereich der Literatur. Weil diese, will sie gesellschaftlich relevant sein, nicht im Elfenbeinturm sitzt, fließen auch Beiträge aus den Sozialwissenschaften bzw. aus Politik und Zeitgeschichte in die Berichterstattung ein.

Die GründerInnen Petra Öllinger und Georg Schober entziehen sich bewusst dem Trend des „SpezialistInnentums“. Sie bieten mit dem Literaturblog „Duftender Doppelpunkt“ eine Mélange aus Buchbesprechungen und Bibliothekarischem, aus Literaturlinks, Politik und Sozialwissenschaften. Weitere Schwerpunkte sind Hinweise auf ArbeiterInnenliteratur, bilinguale Literatur, Exilliteratur, Hörbücher, Literatur von Frauen, Verlage und Buchhandlungen … Speziell für die schreibende Zunft gibt es Infos über Preise, Stipendien und Veröffentlichungsmöglichkeiten.

Ein wesentlicher Teil des Literaturblogs ist der zweistufige Literaturpreis „Der Duft des Doppelpunktes“ zum Thema Arbeitswelt: Die zehn PreisträgerInnen der 1. Wettbewerbsstufe werden bei ihrer literarischen Arbeit in der 2. Stufe von einem Tutor, einer Tutorin unterstützt. Abschluss und Höhepunkt des Preises bilden die Preisverleihung und Vorstellung der Anthologie mit den Beiträgen in Wien.

Beschreibung der Marketing-Maßnahme

Ein Literaturblog und ein Literaturpreis als „kommunizierendes Gefäß”.
Die Geburtsstunde von „Duftender Doppelpunkt“ schlug am 1. Mai 2005. Was lag näher, als ein Jahr später seinen 1. Geburtstag anlassgemäß mit der Ausschreibung eines Literaturpreises zum Thema „Arbeitswelt“ zu feiern. Er erhielt den Namen „Der Duft des Doppelpunktes“.

„Fassen Sie sich kurz!“ – 140 Zeichen Prosa oder Lyrik über die Arbeitswelt.
2009 wurde der Literaturpreis zum zweiten Mal ausgeschrieben. Ergänzt wurde der Hauptpreis dieses Mal vom Literaturtwitter. Er regte die TeilnehmerInnen dazu an, einen literarischen Text zu verdichten und auf seine Essenz zu reduzieren. Über 700 Tweets, Aphorismus und Kurzlyrik solidarisieren sich mit der Arbeitswelt und geben gemeinsam als „Twitteratur“ ein kräftiges Lebenszeichen.

Die prämierten Tweets der TwitteratInnen finden sich neben den prämierten „Langtexten“ in der Anthologie „Wir rufen auf! Penner, Fleischwölfe und arbeitsscheues Gesindel“. Diese wird am 13. Mai 2011 in Wien vorgestellt.

Virtuell literarisch spazieren.
Um die Wartezeit bis zur Preisverleihung und Vorstellung der Anthologie zu verkürzen, findet seit 6. April ein wöchentlicher virtueller Quiz-Spaziergang statt. In sechs Etappen werden Fragen zu verschiedenen Themen der „ArbeiterInnenliteratur“ gestellt.

Übrigens: Das prämierte „arbeitsscheue Gesindel“ wird sich nicht nur in gedruckter Form herumtreiben, sondern vagabundiert schon jetzt im Literaturblog, wo ein Teil der Texte online gelesen werden kann.

Warum war die Maßnahme aus Ihrer Sicht erfolgreich?

Über Literatur zu informieren und ein Netzwerk von schreibenden Menschen zu schaffen sind das Ziel des Literaturblogs und des Literaturpreises.
Viele virtuelle Bekanntschaften werden mittlerweile auch in der Realität gepflegt. Die Duftenden Doppelpunkte ihrerseits bekommen ebenfalls Unterstützung zum Beispiel in Fragen der Buchgestaltung oder des (Buch-)Marketings.

Die Zugriffe durch Suchmaschinen erhalten zusehends Konkurrenz durch direkte Zugriffe sowie durch Aufrufe via Facebook und Twitter und haben gemeinsam Google bereits von der ersten Stelle verdrängt.

Der virtuelle Quiz-Spaziergang erfreut sich großer Resonanz. Alleine der erste Hinweis auf Facebook erhielt über 200 „Gefällt mir“.

Können Sie Zahlen nennen?

Investiert haben wir vor allem Zeit; durchschnittlich eine Stunde täglich. Auf Twitter sind wir im Zusammenhang mit dem „Literaturtwitter“ aktiv. Neben der Betreuung des Blogs widmen wir uns besonders der Präsentation des „Duftenden Doppelpunktes“ auf Facebook.

Stand: 16. April 2011
Das Literaturblog „Duftender Doppelpunkt“: 2301 Beiträge und 458 Kommentare

Der Literaturpreis auf Twitter: 636 Follower und 216 Tweets
Das Literaturblog auf Twitter: 667 Follower und 852 Tweets
Das Literaturblog auf Facebook: 339 „Gefällt mir“

Beiträge des Literaturblogs via Feedburner – Mail bzw. Feed Reader: 272 AbonnentInnen

Ausblick: Wie ging’s/geht’s weiter?

Fortführung? Oh ja. Die „Duftenden Doppelpunkte“ werden jedenfalls weiterhin umtriebig bleiben im Blog, auf Twitter sowie auf Facebook. Und in der Realität: Neben der Preisverleihung und Präsentation der Anthologie unter anderem mit der Aktion „Buch im Park – Die Literatur zu Gast im Mariahilfer Ruhe- und Therapiepark“.

Kontakt:

Petra Öllinger und Georg Schober