Der Audio Verlag (DAV): Social-Media-Rollenspiel zur Premiere des Hörspiels „Krabat“

Beschreibung des Akteurs

Der Audio Verlag (DAV) wurde 1999 auf Initiative des Aufbau Verlags und des Südwestrundfunks gegründet. Neben herausragenden Eigenproduktionen veröffentlicht der DAV opulente Hörspielproduktionen renommierter Rundfunksender.

Als Gesellschafter sind heute der SPIEGEL Verlag, die WDR Media Group, die SWR Media Group und der RBB am DAV beteiligt. Weitere öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten arbeiten in enger Kooperation mit dem Verlag.

Einreichende Personen stellvertretend für den DAV sind:

Yvonne de Andrés, Marketing- und Vertriebsleiterin DER AUDIO VERLAG
– Karl Friedrich Mayer, Absolvent der Universität Hamburg (Marketing)

Beschreibung der Marketing-Maßnahme

Der DAV entwickelte ein Social-Media-Rollenspiel „Krabat“ zur Premiere des Hörspiels, in dem wir versuchten, eine Vielzahl an Kanälen für die Kommunikation zu nutzen. Wir sind damit neue Wege im Marketing gegangen und haben Erfahrungen für zukünftige Projekte gesammelt.

Es ging uns darum, für das tolle Hörspiel eine besondere Aufmerksamkeit zu schaffen. Wir wünschten uns, dass sich die Teilnehmer den Clip auf YouTube anschauen oder über die Seiten bei facebook bei uns einsteigen und es weiterempfehlen, sich miteinander über Krabat austauschen und gegenseitig inspirieren. Ein tolles Rollenspiel und ein heute effektives Werkzeug in der Unternehmenskommunikation.

In mehreren Wochen entwickelte der Verlag die einzelnen Spielsequenzen, in denen Motive aus der Krabat-Geschichte, wie die Mühle am Koselbruch, einbezogen wurden. Das Spiel startet über einen Trailer bei YouTube. Von dort führt eine Verlinkung in ein Video-Labyrinth, in dem man durch Ausprobieren verschiedener Wege den richtigen zur Mühle im Wald finden musste. Hat man diese gefunden, führt ein Hinweis in die Gruppe Mühle bei Schwarzkollm bei facebook.

Parallel gibt es auf facebook eine Fanseite der Mühle sowie eine Profilseite des Schwarzen Meisters, der in der Gruppe moderiert. In dieser wurden bis Jahresende 2010 Fragen rund um Krabat und das Hörspiel in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gestellt, für die man virtuelle Taler erhält.

Jeder Teilnehmer hatte eine Chance auf Gewinne. Am letzten Tag des Spiels wurden die 12 aktivsten Spieler (analog der 12 Gesellen aus der Krabat-Geschichte) prämiert, unter allen Teilnehmern wurde ein Hauptgewinn verlost und im großen Duell gegen den Schwarzen Meister konnten die erlernten Zauber angewendet werden.

Weiteres Material: http://bit.ly/eN0aRs

Warum war die Maßnahme aus Ihrer Sicht erfolgreich?

Das Hörspiel erschien Ende November 2010. Unser Ziel war zu diesem späten Termin vor dem Weihnachtsgeschäft, Maßnahmen zu entwickeln, die sowohl direkt die Zielgruppe ansprechen als auch eine große Aufmerksamkeit in der Presse schaffen.

Dieses ist uns gänzlich gelungen:
Durch gezielte Kommunikation mit der Presse haben wir deren Aufmerksamkeit erreicht. Dieses aufwendig realisierte Rollenspiel für ein Hörspiel war in dieser Form neu und war daher viele Berichterstattungen wert – beispielsweise als Beiträge auf hoerbuchFM (MP3), die sich mit dem Krabat Rollenspiel beschäftigt und dieses als Ansprache der Zielgruppe als besonders geeignet erachtet haben. Ebenfalls hat sie der innovative Charakter dieser Social Media Maßnahme beeindruckt.

Bei der WDR Mediagroup, der Sender, der das Hörspiel produziert hat, fiel die Marketingmaßnahme besonders wohlwollend auf, was sich für weitere Produktionen positiv ausgewirkt.

Der Verkauf im Handel lag noch 2010 über den Erwartungen und diese Entwicklung hat sich im 1. Quartal 2011 weiter fortgeführt.

Zielgruppen, die wir vorher nicht angesprochen oder nicht erreicht hatten, sind durch die virale Verbreitung mit uns in Kontakt getreten.

Sehr viele Mitspieler des Rollenspiels haben sich sehr positiv über unser Engagement und das Spiel selbst geäußert. Um die Aufgaben des Spielleiters – Der Schwarze Meister – zu lösen, wurden sogar weitere Facebook-Gruppen gegründet, in denen sich über Strategien und die Lösung verschiedener Aufgaben beraten wurde. Angeregt durch unser Spiel haben sich so neue Gemeinschaften gefunden, die sich durch eigenständige Vernetzung noch besser auf die Spuren von Krabat begeben haben.

Unsere Aktion hat zusammenfassend sowohl die Verkaufszahlen des Hörspiels positiv beeinflusst, unseren Kontakt zur Presse ausgebaut und auch einen starken Imagegewinn des DAV bewirkt.

Können Sie Zahlen nennen?

Die Marketing-Aktion war eine Low-Buget-Strategie: Außer für die Preise der Gewinner fielen so gut wie keine weiteren Kosten an.

Was unser Rollenspiel mit Leben füllte, waren vielmehr die zahlreichen Stunden der Vorbereitung und die Betreuung der Gruppe. Die große Anzahl an grafischen Elementen, die Audiovisuellen Clips und die zahlreichen Rätsel und Aufgaben, die die Mitspieler in die Welt von Krabat führten, wollten erst einmal erstellt werden. Auch nachdem das Spiel gestartet war, “forderte” die Gruppe teilweise sehr energisch unsere Aufmerksamkeit. Eine Anzahl an Arbeitsstunden, die wir in unser Projekt investiert haben, lässt sich im Nachhinein nur noch schwer berechnen. Aber so viel lässt sich sagen: der normale Arbeitstag reichte oftmals nicht aus…

Als Ergebnis können wir angeben, dass unsere Hochrechnung für den Titel um 40% übertroffen wurde.

Ausblick: Wie ging’s/geht’s weiter?

Im Rahmen unserer Social Media Strategie haben wir verschiedene Projekte, da wir die Interaktion mit Kunden, Usern und Freunden ausbauen wollen.

Beispiele dafür sind unser DAV-Adventskalender 2010 (youTube, facebook und twitter), unser Interview mit C.U. Wiesner für unseren Titel “Spuk unterm Riesenrad” für die Leipziger Buchmesse und für die Städtischen Bibliotheken in Dresden, das Ostergewinnspiel (facebook zusammen mit dem Magazin hoerBücher), Thomas Bernhard (facebook zusammen mit Buchkultur Magazin), Orth/ Blinda “Sorry, Ihr Hotel..” mit Spiegel-Online und weiteren Partnern, etc.

Weitere Projekte werden wir mit Handelspartnern und Medien zukünftig realisieren.

Kontakt:

Yvonne de Andrés, Marketing- und Vertriebsleiterin

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