Das wilde Dutzend: Interaktive Story-Ausstellung rund um das Logenmitglied Adele 1900 in Berlin

Beschreibung des Akteurs

Das wilde Dutzend ist ein junger unabhängiger Verlag aus Berlin, bestehend aus zwei Handvoll Menschen vom Fach – voller Ideen und Enthusiasmus für Literatur, Design und haptischer Umsetzung. Unser Schwerpunkt liegt auf absurden, skurrilen Geschichten und Illustrationen in interessanter und qualitativ passender Aufmachung.

Hinter dem Verlag steht das eigentliche Dutzend, eine Loge, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Geheimnisse der Literatur- wie Kulturgeschichte zu sammeln und das bereits seit mehreren Jahrhunderten. Mit der Verlagsgründung sollen diese Rätsel, verschwundenen Manuskripte und geheimen Geschichten nun in besonderem Gewand veröffentlicht werden. Für jede Geschichte wird dabei die passende Gestalt gewählt – was nicht zwangsläufig ein Buch sein muss…

Ende Oktober 2010 erschien „Die Guten, die Bösen und die Toten“, eine viktorianische Schreckenschronik bestehend aus 23 Graustufenillustrationen von Ebeneeza K. zu Gedichten des verschollenen Autors Johan von Riepenbreuch.

Beschreibung der Marketing-Maßnahme

Eine interaktive Story-Ausstellung rund um das Logenmitglied Adele 1900 in Berlin.

In einer fünftägigen interaktiven Ausstellung (12. – 17.04.2011 Temporäre Kunstbox Berlin), die auch online mitverfolgt werden kann, erzählen wir gemeinsam mit den Besuchern und den Onlinefreunden von Das wilde Dutzend die Geschichte des einzig jemals bekannt gewordenen Logenmitglieds Adele.

Adele wurde im Jahr 1900 von der Loge nach Berlin geschickt, um herauszufinden, wohin der Autor Johan von Riepenbreuch mitsamt seinen Chroniken verschwand. Adele bezieht ihr Quartier in der temporären Kunstbox und geht von dort ersten Hinweisen auf historische Personen und Plätze nach.

Alle Besucher haben die Möglichkeit, aus Adeles Zettelkasten auszusuchen und abzustimmen, an wen sich Adele als nächstes wenden soll. Die Besucher bestimmen damit, wie die Geschichte weitergeht.
Tagebucheinträge und Briefe von Adele ergänzen den Besuch in der Kunstbox, eine auktoriale Sicht auf die Geschehnisse wird parallel im Blog von Das wilde Dutzend veröffentlicht. Kurze Updates via Facebook und Twitter ermöglichen auch auf die Schnelle mitzuverfolgen, wo Adele sich bei ihrer Spurensuche gerade befindet.

Die Ausstellung selbst wächst täglich um einen weiteren gefüllten Bilderrahmen, so dass die anfangs leeren Rahmen am fünften Tag zusammen die entwickelte Geschichte erzählen. (siehe Bilder)

Warum war die Maßnahme aus Ihrer Sicht erfolgreich?

– Aktiver Einbezug von Besuchern in die Geschichte und Community-Aufbau –

Seit “Die Guten, die Bösen und die Toten” Ende Oktober 2010 erschienen sind, bemühen wir uns darum, auch die Geschichte um Johan von Riepenbreuch und die geheimnisvolle Entstehung seines Werks mitzuspielen.

Das Konzept von “Adeles Salon” vereint den Hintergrund des Verlags mit den Events um unser erstes Buch und führt die bisherigen Maßnahmen (Ausstellung zum Buch, Rollenspielabend, inszenierte Lesungen, …) auf eine neue, kollaborative Ebene. Wir wollen gemeinsam mit anderen Spielkindern die Welt von Das wilde Dutzend weiter entdecken und gestalten. Adeles Salon hat dafür die Basis gelegt. Das Feedback unserer Besucher war extrem positiv und auch in der Facebook-Gruppe “Adeles Salon” herrschte rege Anteilnahme.

Können Sie Zahlen nennen?

– Low-Budget, viel Zeit, Spaß, Unterstützung und Feedback –

Wir hatten das Glück in dem Circus-Kunstbox-Team tolle Unterstützung zu finden, daher bestand die Investition auf unserer Seite vor allem aus Zeit, sehr viel Spaß, ein paar Kopien und etlichen Flaschen Sekt bzw. Weißwein (natürlich nur für die Vernissage!). Dafür wurden wir – neben einigen extravaganten Einfällen unserer Besucher – auch in Zahlen belohnt:

Alleine auf der Facebook-Seite von Das wilde Dutzend stiegen die Beitragsaufrufe in der Zeit der Ausstellung im Vergleich zum Vormonat um 141%, das Feedback zu Beiträgen um 51% und die “Gefällt mir” Anzeigen um 33%. Und natürlich haben sehr viele Berliner und Touristen zum ersten Mal von Das wilde Dutzend gehört, wenn sie bei der Kunstbox vorbeikamen. Der Zuspruch von englischsprachigen Touristen war so groß, dass wir ab dem zweiten Tag die Storyupdates in der Ausstellung auch auf Englisch gestalteten und planen, “Die Guten, die Bösen und die Toten” ins Englische zu übersetzen.

Ausblick: Wie ging’s/geht’s weiter?

Adeles Salon lebt!

In zwei Monaten eröffnen wir in Berlin einen Laden für Das wilde Dutzend, der als regelmäßiger Treffpunkt von Adeles Salon geplant ist. Auch unsere anderen Veranstaltungsformate rund um “Die Guten, die Bösen und die Toten” wollen wir hier weiterführen, neben neuen Ideen, die bereits zum nächsten großen Geheimnis gehören.

Kontakt:

Dorothea Martin, Konzeption und Marketing

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