SOZIALHELDEN: Leidmedien.de für eine andere Berichterstattung über Menschen mit Behinderung

Kurze Beschreibung des Unternehmens/Akteurs

Leidmedien.de ist ein Projekt des SOZIALHELDEN e.V. Wir sind eine Gruppe engagierter Menschen, die in regelmäßigen Abständen mit neuen Projekten auf soziale Probleme aufmerksam machen und sie besten Falle beseitigen wollen. Zu unseren Projekten gehören unter anderem „Pfandtastisch Helfen“ und Wheelmap.org – Die Onlinekarte für rollstuhlgerechte Orte. Zurzeit arbeiten bei uns ca. 7 Personen an den Projekten.

Beschreibung der Marketing-Maßnahme/-Strategie

Leidmedien.de ist eine Internetseite für Journalistinnen und Journalisten, die über Menschen mit Behinderung berichten wollen. Aus der Sicht von behinderten und nicht behinderten Medienschaffenden haben wir Tipps für eine Berichterstattung aus einer anderen Perspektive und ohne Klischees zusammengestellt. Hintergrund ist unsere Beobachtung, dass behinderte Menschen in den Medien meist einseitig statt vielseitig dargestellt werden.

 Inwiefern ist/war die Marketing-Maßnahme/-Strategie erfolgreich?

Sehr viele Medien u.a. von der taz, Zeit online, ZAPP – Das Medienmagazin, rbb, Medium Magazin, ZDF (Elektrischer Reporter) und Journalist haben über Leidmedien.de berichtet und wir wurden für den Grimme Online Award 2013 nominiert. Zudem konnten wir das Projekt auf der diesjährigen re:publica vorstellen und von einigen paralympischen Sportlern haben wir erfahren, dass sie von Journalisten auf unser Projekt angesprochen wurden. Wir kommen mit vielen Medien und Agenturen in Kontakt und wollen es auch so schaffen, dass das Thema Menschen mit Behinderungen es aus der Nische in den Mainstream schafft („Disability Mainstreaming“)

Lassen sich Zahlen als Beleg für den Erfolg nennen?

Als NPO können wir nicht auf große Reichweiten-Analysen zurückgreifen und haben nur eingeschränkt Zugriff auf Presseclippings.  Jedoch haben wir im ersten Monat nach Start des Projekts mehr als 1.000 Fans bei Facebook gehabt und aktuell sind es über 3.200 Personen die unsere Aktivitäten verfolgen,. Laut FB-Statistiken haben wir eine durchschnittliche Reichweite von 9.000 Personen. Bei Twitter haben wir die Kommunikation erst im März 2013 gestartet und jetzt rund 1.000 Followers. Was auf dem ersten Blick wenig erscheint, ist für uns ein kleiner Erfolg, weil uns bewusst ist, dass wir uns (noch) mit einem Nischenthema beschäftigen. Besonders bei Twitter hat es sich so entwickelt, dass andere „Twitterer“ Medien auf unglückliche Wortwahl hinweisen und die Medien in einigen Fällen auch darauf reagieren. Bei Facebook sind die Diskussionen unter einigen Beiträgen sehr spannend, weil unsere eigenen Einschätzungen gerne in Frage gestellt werden und wir mit diesen konstruktiven Feedback weiterarbeiten können.

Ausblick: Wie geht/ging es ggf. weiter?

In den letzten Monaten haben wir eine Kooperation mit der Aktion Mensch gestartet, um die Berichterstattung zu dem Thema weiter beobachten zu können und weiterhin mit Journalisten ins Gespräch zu kommen. Des Weiteren wollen wir die Homepage aktualisieren und mehr auf Diskussionen eingehen, die auf den Social-Media-Kanälen entstehen.

Wer reicht den Vorschlag ein?

Andi Weiland,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei den Sozialhelden