Frithjof Klepp: Gründer und Inhaber der Berliner Buchhandlung „ocelot, not just another bookstore“

Kurze Beschreibung der Persönlichkeit, die nominiert wird

Frithjof KleppFrithjof Klepp ist leidenschaftlicher Buchhändler seit knapp 20 Jahren. Seine Karriere begann mit seiner Ausbildung bei einem der größten Berliner Buchhandlungen Kiepert. Seinen Weg setzte er in Buchhandlungen unterschiedlicher Größe fort. Besonders seine Tätigkeiten als Einkaufsleiter bei dem Onlinebuchhändler Kohlibri und als Filialleiter bei Zweitausendeins prägten seine Vision einer eigenen Buchhandlung in Berlin. Im Juni 2012 wagte er den Sprung in die Selbständigkeit und gründete „ocelot, not just another bookstore“ in Berlin-Mitte. Mit dieser Buchhandlung setzte er neue Maßstäbe in Sachen Einkaufserlebnis und Qualität. Neben einem liebevoll ausgewählten Sortiment erwartet den Kunden ein exzellentes Café und hochklassiger Service. Mit seinem Team hat er es geschafft, innerhalb eines Jahres aus einer kleinen, unbekannten Buchhandlung ein etabliertes Unternehmen mit starkem Wachstum zu machen. Nun, nach einem Jahr Buchhandlung in Berlin, eröffnet er seinen neuen Onlineshop www.ocelot.de (Start 27.09.2013).

In welcher Hinsicht hat die Persönlichkeit im letzten Jahr einen Unterschied gemacht?

Die Eröffnung einer Buchhandlung in einem Jahr, in dem der Abgesang auf das stationäre Sortiment so laut tönt wie nie zuvor, hat Frithjof Klepp nicht als Einziger gewagt. Aber er hat das Ganze öffentlichkeitswirksam inszeniert und mit „ocelot, not just another bookstore“ gezeigt, wie moderner Buchhandel mit Profil funktionieren kann. Die Ladeneinrichtung ist ebenso individuell wie die Bestückung der Regale und die Werbematerialien. Das gesamte Konzept ist von vorne (Ladengeschäft mit Kaffeebetrieb, Soundanlage, Marketingmaterialien) bis hinten (zum Corporate Design passender Webshop) durchdacht. Die Kunden erleben also nicht nur eine klassische Buchhandlung, sondern einen Ort zum Beisammensein, Lesen, Entspannen und Entdecken. Neben der Buchhandlung an sich sind vor allem die zahlreichen Veranstaltungen von Verlagen, Zeitschriften und Autoren zu nennen, die ocelot, innerhalb eines Jahres seinen Ruf als kultureller Treffpunkt verschafft haben. Frithjof Klepp sagt nicht, dass Buchhandel nur genau so funktioniert und funktionieren muss, aber er zeigt, dass Buchhandel mit Gesicht, mit Identität, funktioniert.

Darüber hinaus möchten wir auf das Engagement von Frithjof Klepp innerhalb der Branche eingehen. Neben zahlreichen Podiumsdiskussionen auf Veranstaltungen wie der Frankfurter oder Leipziger Buchmesse ist er stets bemüht, in den Austausch zwischen Kollegen, Verlagen und Autoren zu treten. Ein Beispiel möchten wir aus der eigenen Erfahrung anführen. Neben seiner Tätigkeit als Inhaber und Geschäftsführer der Buchhandlung nahm  er sich im vergangen Jahr die Zeit, eine Schulung zu den Themen Online Marketing und Social Media Marketing für alle Buchhandelsauszubildenden in Berlin zu erstellen. In einem eintägigen Workshop vermittelte er nicht nur die wichtigsten Inhalte im Bereich Marketing, sondern verdeutlichte auch die Notwendigkeit und Unerlässlichkeit dieser Maßnahmen in der modernen Verlags- und Buchhandelslandschaft. So teilte er – als erfolgreiche Ladenbesitzer – sein Wissen mit dem angehenden Nachwuchs und ließ sie hinter die Fassade des ocelot, blicken.

Nun, nach einigen Monaten Arbeit, steht der Launch des neuen Onlineshops vor der Tür. Dieser wird neue Maßstäbe für die deutsche Buchhandelsszene setzen und den großen Onlinehändlern in nichts nachstehen. Damit geht Klepp einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung digitale Buchhandlung. Er zeigt einer schwächelnden Branche einen Weg, wie man trotz scheinbar ungünstiger Marktgegebenheiten eine erfolgreiche Buchhandlung gründen, führen und weiterentwickeln kann. Damit steht er als einer der Vordenker für eine gesamte Branche.

Wie hat die Persönlichkeit es geschafft, andere anzustecken?

Das ocelot-Blog und die Facebook-Seite werden aktiv bespielt und lassen die Follower auch dann am Geschehen teilhaben, wenn der Laden nicht erreichbar ist.

 

Ein Zeichen für die Faszination rund um Frithjof Klepp und die Buchhandlung ocelot, sind die zahlreichen Presseerwähnung, die seit Start den Weg von ocelot, begleiten. (siehe unten – Pressespiegel). Durch die Berichterstattung nicht nur in den gängigen Branchenmedien, sondern vor allem in der Publikumspresse – wie in der Süddeutschen Zeitung, der FAZ oder dem Spiegel – ist Frithjof Klepp zu einer Persönlichkeit geworden, die für eine sinnvolle Verbindung von klassischen Buchhändlertätigkeiten und zeitgemäßem Einzelhandel steht.  Diese Bekanntheit reicht deutschlandweit. In einigen Lifestyle-Blogs tauchten im Verlauf des letzten Jahres immer wieder Buchhandlungen als Lieblingsorte auf und Frithjof war überproportional vertreten. Er bietet damit vor allem für unabhängige Verlage eine renommierte Plattform, um sich zu präsentieren ohne das Budget der großen klassischen Verlage zu haben. Er ist also sehr präsent, dabei aber immer echt. Das zeigen auch die klugen und zum teil provokativen Slogans wie „Digital, Printregal, Scheißegal“.

Darüber hinaus teilt er sein Wissen unabhängig und frei sowohl mit anderen Buchhandlungen als auch mit Verlagen und Autoren. Neben seinem Erscheinen auf zahlreichen Podien und Diskussionsrunden ist er engagiert, seine Empfehlungen zu Titeln zu geben (sowohl on- als auch offline) und über seine Erfahrungen zu berichten.

Wer reicht den Vorschlag ein?

Sophie Schmidt

Luise Schitteck, Buchhändlerin

Pressespiegel

taz: „Brauchen wir noch Buchläden?“
10.08.2013, Autorin: Franziska Birnbach

Amazon wächst. Die kleine Buchhandlung um die Ecke wirkt bedroht. Mit ihrem Geruch, der Ruhe und den guten Empfehlungen. Auf der Suche nach der Zukunft einer Institution, die aus der Welt fällt. Weiterlesen »

Berliner Morgenpost: „Buchladen wirbt mit Konzept aus Online- und Offline-Elementen“
10.08.2013, Autorin: Franziska Birnbach

Der Buchhandel stirbt? Frithjof Klepp will mit seinem Laden „ocelot“ in Mitte das Gegenteil beweisen. Er verknüpft die Offline-Buchhandlung mit einem Online-Shop und verkauft auch E-reader und E-books. Weiterlesen »

taz: „Der Bewusstseinsstrom eines Kriegsversehrten“
06.06.2013, Autor: Jan Scheper

Lesungen im ocelot werden Vielfach in der Presse besprochen. Weiterlesen »

Hannoversche Allgemeine Zeitung: „Geld für Geist“
03.04.2013, Autorin: Nina May

Kleine Verlage fordern Staatssubventionen für kleine Buchläden – weil darin auch ihre Bücher noch Platz finden. (Nur als Printartikel verfügbar)

KulturSPIEGEL: „Ins Netz gehen“
April 2013, Autor: Tobias Becker

Deutschlands Einzelhändler kämpfen mit neuen Konzepten um Kunden. Ihr Gegner: das Internet. Weiterlesen »

Der Tagesspiegel/Berliner Köpfe: „Der etwas andere Buchladen“
April 2013, Autorin: Sabine Hölper

Trotz des Amazon-Skandals: Der Buchhandel im Internet floriert, stationäre Buchläden verlieren Umsatz. Doch ein paar Mutige halten dagegen: etwa Frithjof Klepp mit seiner Buchhandlung Ocelot. Weiterlesen »

dradio.de: „Boom der Buchhandlungen in Berlin“
06.03.2013, Autor: Holger Heimann

Der Internetbuchhandel wächst, das E-Book reüssiert, Filialisten stecken in der Krise – und in Berlin eröffnen immer neue Buchläden. Die Buchhändler geben sich selbstbewusst und sind mit Euphorie bei der Sache. Weiterlesen »

DIE ZEIT: „Zähne zeigen“
28.02.2013, Autorin: Jana Gioia Baurmann

Zunächst waren Ketten wie Thalia mächtige Rivalen, jetzt ist Amazon der größte Herausforderer. Wie kleine Buchhändler überleben. Weiterlesen »

Süddeutsche Zeitung: „So persönlich wie möglich“
9./10.02.2013, Autor: Felix Stephan

Dem Buchhandel geht es nicht gut, in Berlin aber wächst die Zahl der unabhängigen Buchhandlungen. Was zeichnet sie aus?
Ein Besuch bei Buchhändlern, die Kuratoren ihres eigenen Sortiments geworden sind. Weiterlesen »

Focus: „Cooles » Berlin «“
04.02.2013, o.A.

Der coolste Buchladen der Stadt (Kategorie „Einkaufen!“) (Nur als Printartikel verfügbar)

Süddeutsche Zeitung: „ERSTE REIHE COME IN, WE ARE OPEN“
12.01.2013, Autorin: Antje Wewer

Ein Special zur Fashion Week. „Herrlich, in Mitte sind Buchhandlungen nicht einfach nur Geschäfte mit Büchern.“ (Nur als Printartikel verfügbar)

Literaturen: „In der Chillout-Zone“
Januar 2013, o.A.

Mit einem eigenen speziellen Profil stemmen sich viele neue Buchhandlungen gegen den Trend. (Nur als Printartikel verfügbar)

Exberliner: „Not just another Bookstore“
Januar 2013, Autorin: Simone O’Donovan

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Berliner Wirtschaft: „Huch, ein Buch“
Dezember 2012, Autorin: Birgit Warnhold

Die Digitalisierung verlangt nach neuen Konzepten: Ocelot liefert schon einmal ein paar Vorschläge. (Nur als Printartikel verfübar)

Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Such das Buch“
29.09.2012, Autorinnen: Lena Bopp, Sandra Kegel

Die Digitalisierung des Buchmarktes betrifft alle –