Unsichtbar Verlag: Aufkleber-Aktion 2013 „Ich bin Unsichtbar“

Kurze Beschreibung des Unternehmens/Akteurs

Wir sind ein kleiner Verlag aus Diedorf bei Augsburg. Als Verleger habe ich 11 Jahre als Inhaber den Ubooks Verlag mit einem Partner zusammen geleitet. Vor 2 Jahren kam die Idee etwas Neues zu machen. Einen neuen Verlag, der sich auf junge deutsche Autoren beschränkt und von der Richtung in die Ecke von Anti-pop zu stellen ist, wie ich es bereits beim Ubooks Verlag betreut und aufgebaut habe. Ende 2011 ist das erste Programm erschienen, mit vielen bekannten Autoren aus dem Ubooks Verlag, die mit mir gegangen sind. Bis Herbst 2012 werden 20 Bücher veröffentlicht sein. Bücher der jungen deutschen Gegenwartsliteratur.

Von der Leserausrichtung sind wir auf die „Nichtleser“ fokussiert, auf die Leser, die nicht lesen, weil sie nicht das finden, was sie gerne lesen würden. Diesen „Nichtmarkt“ bedienen wir ganz erfolgreich. Zudem sollte der neue Verlag auch stark an den neuen Medien orientiert sein und diese effektiv nutzen.

Zudem sollte der neue Verlag auch stark an den neuen Medien orientiert sein und diese effektiv nutzen.

Beschreibung der Marketing-Maßnahme/-Strategie

Ausgangslage:

Der Verlag sucht eine Idee, die die Kunden zum mitmachen anregt, die Marke festigt und noch einen nachhaltigen Marketingeffekt erzielt.

Idee:

Jeder Interessent kann über die Webseite kostenlos eine Hand voll (10 – 13 Stück) Aufkleber bestellen mit der Aufschrift „Ich bin Unsichtbar“ (Unsichtbar ist dabei das Logo des Verlages). Einzige Bedingung ist, daß der Empfänger min. einen Aufkleber verklebt, das fotografiert und das Bild an den Verlag zur freien Benutzung sendet. Beworben wurde die Aktion über Newsletter, eigene Webseite, Facebook und Twitter.

Als Anreiz wurde ein ungewöhnlicher Gewinn ausgeschrieben:

  1. Preis: Eine Lesung eines Autors des Unsichtbar Verlages (frei wählbar). Man durfte diesen Autor dann einen Tag lang so nutzen wie man es mochte, also egal ob in einer Halle vor 1.000 Menschen, oder allein als Gute Nachtgeschichten-Erzähler.
  2. Preis: Alle Produkte des Webshops im Wert von ca. 400 Euro
  3. Preis: Alle Bücher des Unsichtbar Verlages kostenlos für 1 Jahr

Während der Aktion wurden die Preise noch ausgedehnt auf je 1 T-Shirt mit für die Plätze 4 bis 10

Durchführungführungsphase:

Der Aktionszeitraum war mit 3 Monaten absichtlich lange angelegt um etwaige Nebeneffekte der Aktion mit zu nutzen. Im Aktionszeitraum haben ca. 1.500 Personen kostenlose Aufkleber bestellt. Die Bilder kamen über den gesamten Zeitraum der Aktion verteilt an mit steigender Tendenz. Insgesamt gingen fast 2.000 Fotos bei uns ein. Alle eintreffenden Bilder wurden täglich auf der Facebookseite eingestellt und rege von den Fans kommentiert.

Am Ende der Aktion wurden erst 20, dann 10 Bilder vorausgewählt und den Kommentaren der User zur Verfügung gestellt, woraus dann von uns unter Berücksichtigung der Kommentare die Gewinner ermittelt wurden.

Hier der Link zu den 3 Gewinnerbildern: www.unsichtbar-verlag.de

Hier sieht man die Top10: www.facebook.com

Wir verwenden die Bilder überall und täglich wechselnd in den neuen Medien. Wir haben so ein wechselndes Bild, was uns aber trotzdem gut repräsentiert. Auch jeder Einreicher ist froh sein Bild immer mal wieder irgendwo zu sehen.

Welche Kosten sind entstanden:

Der Druck der ca. 20.000 Aufkleber kostete ca. 350 Euro Portokosten: ca. 500 Euro sonst wurde nur Zeit und Spaß investiert

Inwiefern ist/war die Marketing-Maßnahme/-Strategie erfolgreich?

Um den Aufkleber „Ich bin Unsichtbar“ und das limitierte Shirt hat sich ein kleiner Kult gebildet. Zur Zeit bilden sich wie bei einen Fußballfanclub die Unsichtbar Ultras.

Welche Erfolge hat der Verlag dadurch erzielt:

  1. Allein die verklebten Aufkleber im ganzen deutschsprachigen Raum sind eine tausendfache kostenlose Werbung – Guerillamarketing.
  2. Die Kunden wurden mit der Marke vertraut gemacht und auch gebunden.
  3. Freunde und Bekannte der teilnehmenden Personen wurden ebenfalls über Facebook auf den Verlag aufmerksam, da jeder für seine Bilder Werbung gemacht hat.
  4. Die Fotos werden für Webseite, Facebook, Flyer, Aufsteller und zur Messedekoration benutzt.

Persönlich haben wir guten Kontakt zur Firma Boards and more. Diese zeigte sich so begeistert von der Idee, daß hier das gleiche Konzept weltweit mit einer Surfmarke der Firma durchgeführt wurde. Innerhalb der Branche ist eine Nachahmung wohl nicht zu erwarten, da die Idee sehr uns zugeschrieben wird.

Ausblick: Wie geht/ging es weiter?

Wir werden den Wettbewerb nächstes Jahr wieder ausführen. Geplant ist vielleicht eine kleine thematische Eingrenzung, die sich an das aktuelle Programm anlehnen kann.

Wer reicht den Vorschlag ein?

Unsichtbar Verlag
Andreas Köglowitz