Metaio: Anreicherung der IKEA Katalog App mit Augmented-Reality-Inhalten

Kurze Beschreibung des Unternehmens/Akteurs

MetaioAls weltweit führendes Softwareunternehmen im Bereich der Augmented Reality-Technologien entwickelt Metaio visuell interaktive Lösungen zwischen der virtuellen und der realen Welt. Auf Basis der Produkt-Plattform von Metaio lassen sich interaktive und multidimensionale Inhalte in die Kamerasicht des Nutzers einblenden und die reale Welt um attraktive Zusatzinformationen erweitern. Über 100.000 professionelle Anwender arbeiten weltweit mit den AR-Lösungen von Metaio, dabei wurden über 1.000 Apps erstellt und mehr als 30 Millionen Nutzer erreicht. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite, auf Facebook oder auf Twitter.

Beschreibung der Idee

Der IKEA Katalog wird mit 211 Millionen gedruckten Exemplaren (in 66 Ausgaben und 30 Sprachen) häufiger publiziert als die Bibel selbst. 2013 wurde die IKEA Katalog App bereits zum zweiten Mal mit Augmented-Reality-Inhalten von Metaio angereichert. Rund 50 Seiten im Katalog sind mit der App scannbar und um weitere Inhalte wie Fotogalerien, Videos, Produktpräsentationen etc. erweitert. Die größte Neuerung ist dabei, dass virtuelle Möbel über den Bildschirm eines Smartphones oder Tablet PC’s im eigenen Zuhause platziert werden können.

Ikea

Dazu heißt es offiziell auf der IKEA-Website: „Rund 50 Seiten kannst du mit der IKEA Katalog App scannen, um weitere Inhalte zu entdecken. Aber die eigentliche große Neuerung in diesem Jahr ist die ‚Augmented Reality‘, mit der du ~90 virtuelle Möbelstücke über den Handybildschirm in deinem Zuhause platzieren kannst. Fast 211 Millionen IKEA Kataloge werden in 66 Ausgaben und 30 Sprachen gedruckt.“

Ziel der Integration von Augmented Reality in den IKEA Katalog ist es, dem Endkonsumenten mit Hilfe neuester Technologien ein Printprodukt schmackhafter zu machen. Ihm soll nicht nur die Möglichkeit gegeben werden, simple 2D-Objekte in „fremden Wohnzimmern“ anzuschauen, sondern das virtuelle Lieblingsstück im eigenen Zuhause.

Inwiefern ist/war die Idee innovativ oder neuartig?

Augmented Reality, die Technologie mit dem für uns sperrigen Namen, ist noch lange nicht im Mainstream angekommen. Dabei nutzen große Marken wie Volkswagen, Audi, BMW, Daimler, Adidas, Lego und McDonald’s sie längst. Durch Marketingmaßnahmen wie die IKEA Katalog App tritt die Technologiehürde in den Hintergrund und der Spaß und Überraschungseffekt in den Vordergrund.

Bisher war es nur möglich, den IKEA Katalog zu scannen und auf dem Bildschirm Bildergalerien bzw. Videos anzuschauen. Der innovative Part liegt in der neuen App aber darin, Virtualität mit Realität zu verknüpfen. Die integrierten Sensoren eines Mobilgerätes stellen den Bezug zum tatsächlichen Raum her und ordnen die virtuellen Möbelstücke dann spezifisch richtig ein. Das heißt, ich kann in meinem Raum sehen, wie das gewünschte Objekt tatsächlich neben meinen realen Möbeln aussehen wird; kann es im Raum verschieben und drehen. In Zukunft, wenn Tiefenkameras in mobile Geräte integriert sein sollten, ist es sogar möglich das virtuelle Möbelstück HINTER die realen Stücke zu platzieren (sogenannte Okklusion).

Innovativ an dem Ansatz ist, dass ich zwei Techniken miteinander verbinde: Zum einen blättert der Kunde in einem traditionellen Printkatalog gemütlich zuhause auf seiner Couch und zum anderen kann er/sie mittels innovativer Technologien die Produkte selbst ausprobieren bevor er eine Kaufentscheidung trifft. Er muss dazu nicht einmal in einen Laden gehen. Optimial wäre, wenn der Katalog-App eine Anbindung an den Online-Shop von IKEA ermöglicht würde. Dann kann zuhause beliebig ausgesucht, getestet und bestellt werden.

Ist/war die Idee ansteckend oder vielleicht sogar stilprägend?

Die IKEA App wurde 2012 mehr als 8,5 Millionen Mal heruntergeladen (für 2013/14 liegen leider noch keine Zahlen vor) und zur App mit den häufigsten Downloads einer Marke gekürt (Distimo):

„The IKEA Catalog is the most downloaded brand app for the purpose of promotion only. Apps by other brands that are used primarily for promotion generated significantly less downloads.“

2013 verzeichnet die IKEA Catalog App mehr als 1.000.000 Interaktionen in Sozialen Netzwerken. Die Fotofunktion der App, in der ich meinen reale Umgebung, mich selbst und das virtuelle Inventar fotografieren und teilen kann, wurde und wird immer noch extrem häufig genutzt.

Die App selbst inspirierte andere Unternehmen dazu, Augmented Reality für ihre eigenen Produktkataloge bzw. –broschüren auszuprobieren. Das führte zum einen dazu, dass sie erste Schritte mit Augmented Reality ausprobiert haben und über den Metaio-Browser Junaio erste eigene Kanäle erstellt haben wie zum Beispiel Decathlon, um die Usability von AR auszuprobieren oder dazu, dass sie eigene branded Apps erstellt haben.

Ausblick: Wie geht/ging es ggf. weiter?

Es wird die IKEA Katalog App auch in diesem Jahr wieder geben. In Deutschland erwartet man sie für August 2014. Darin sind noch mehr Funktionen und noch mehr virtuelle Möbelstücke enthalten.

Wer reicht den Vorschlag ein?

Fabian Kern
digital publishing competence