Julian Gough: The Las Vegas Postcards

Beschreibung des Unternehmens/Akteurs

Julian Gough

Julian Gough ist ein in Berlin lebender irische Schriftsteller.

Beschreibung der Maßnahme/-Strategie

Für das uralte Problem des armen Poeten hat ein ebensolcher, nämlich Julian Gough, eine neue Lösung: ein Kickstarter-Projekt, das ihm einen Recherche-Aufenthalt für sein neues Buch in Las Vegas finanzieren soll.

Der Kick bei dieser Kickstarter-Kampagne ist ein von Gough hierfür erfundenes Wort: Litcoin. Diese Verbindung von Literatur und Bitcoin ist twitter- und schlagzeilentauglich und noch dazu passend. Denn jeder Unterstützer erhält als Gegenleistung eine von Gough in Las Vegas geschriebene Postkarte, signiert, nummeriert und fotografisch dokumentiert, um als Autographen Sammlerwert zu bekommen, wenn der Autor einmal berühmt werden sollte. Für höhere Summen wird dabei auch mehr Aufwand garantiert: bessere Texte, personalisierte Texte, Postkarten mit echtem Einschussloch (hey, wir sind in Vegas!) oder gar mit dem Blut des Autors geschrieben.

Inwiefern ist/war die Maßnahme/-Strategie erfolgreich?

Zu seiner eigenen Überraschung ist das Funding-Ziel von 1.500 Dollar bereits nach wenigen Stunden erreicht, kurz vor Ende der Kampagne (am 20. August) sind bereits mehr als 7.000 Dollar von mehr als 200 Unterstützern zusammengekommen – und damit mehr als die meisten Romanautoren an Vorschuss für ein ganzes Buch bekommen.

Gough zeigt einen Weg auf, mit dem insbesondere Literaten auf die Krise des Verlagswesens und seiner Vorschüsse reagieren können – den Litcoin-Weg.

Wer reicht den Vorschlag ein?

Detlef Gürtler
Chefredaktor GDI Impuls