Gesa Füßle: Aufmerksamkeit für die Hamburger „Herzbrücke“

Kurze Beschreibung der Persönlichkeit, die nominiert wird

Familie Füßle

Gesa Füßle arbeitet als freie Autorin in Hamburg und bloggt auf www.gesakram.de. Sie hat sich in diesem Jahr an dem wundervollen, spendenfinanzierten Hamburger Projekt „Herzbrücke“ beteiligt und diese Zeit in ihrem Blog auf mitreißende und motivierende Weise begleitet: Sie hat den kleinen Mustafa (6 Jahre) in ihre Familie aufgenommen, um ihm nach einer Eingewöhnungszeit die Chance zu geben, in Deutschland eine lebensrettende Herz-OP zu erhalten, die er in Afghanistan nicht hätte bekommen können. Gesa Füßles Familie (sie selbst, ihr Mann und ihre zwei Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter) hat den kleinen Jungen voll in den Füßle-Alltag integriert, sodass der tapfere Mustafa sich ohne Ängste dem Eingriff im fremden Land unter fremden Menschen, die eine fremde Sprache sprechen, unterziehen konnte. Bis zu seiner vollständigen Genesung blieb der Kleine bei Familie Füßle, bevor er wieder heim zu seiner eigenen Familie nach Afghanistan zurückkehrte.

In welcher Hinsicht hat die Persönlichkeit im letzten Jahr einen Unterschied gemacht?

Was es bedeutet, einen kleinen Jungen durch die ersten Ängste in der Fremde, das Heimweh und die Schrecken medizinischer Behandlung zu begleiten, ist leicht auszumalen. Dadurch, dass Gesa Füßle dieses Projekt liebevoll, ehrlich und hautnah in ihrem Blog begleitet hat, hat sie viele Menschen im ganzen deutschsprachigen Raum mitgerissen, die Mustafa durch ihre Berichte schnell ebenso fest ins Herz schlossen wie Familie Füßle selbst.

Missverständnisse und Irritationen im Alltag, aber auch schnelle Annäherung ohne gemeinsame Sprache, die tiefe Zuneigung, die sich zwischen eigenen Kindern und dem kleinen Gastbruder entwickelte, die eigene Freude am inspirierenden Beisammensein: All das verfolgten Menschen gebannt auf Gesa Füßles Blog mit. Am Tag der OP zitterten wahrscheinlich Hunderte Menschen gleichzeitig im ganzen Land mit dem kleinen Mustafa mit – und eine Welle der Erleichterung wurde in dem Moment losgetreten, als Gesa Füßle den erlösenden Blogpost verfasste, der tapfere kleine Patient sei nun über den Berg.

Die große Anteilnahme der vielen Mitlesenden, die das Projekt ausgelöst hat, wurde zum Beispiel anhand der Spenden für die „Herzbrücke“ deutlich (ein Projekt, das die Aufmerksamkeit, die Gesa Füßles Blog-Projekt ihm verschafft hat, mehr als verdient, auf dass es auch künftig viele MitmacherInnen findet) – und anhand vieler, vieler Spielzeug- und Buch-Geschenke, die den kleinen Mustafa auf dem Postweg erreichten und ihn schließlich nach Afghanistan begleitet haben.

Wie hat die Persönlichkeit es geschafft, andere anzustecken?

Mustafa weiß, wo es langgeht

Das Blog-Projekt hat gezeigt, wie einfach und mutig zur gleichen Zeit es ist, mit Solidarität, Mitmenschlichkeit und Empathie über Ländergrenzen hinweg zu handeln und zu helfen. Den eigenen Schutzraum Familie für einen kleinen Gast über Wochen hinweg zu öffnen, mag für viele wie ein Risiko wirken: Wird es Konflikte geben, werden die eigenen Kinder sich vielleicht zurückgesetzt fühlen, wenn ein anderes Kind volle Aufmerksamkeit benötigt? Gesa Füßles Projekt hat aber bewiesen, dass der Mut, dieses Wagnis einzugehen, mit inspirierenden Erfahrungen, liebevollen Stunden, einem Happy End und viel Liebe belohnt werden kann. Das ist ein Vorbild und ein gutes Beispiel für andere Menschen, im Kleinen wie im Großen Unterstützung anzubieten – selbst auf der anderen Seite der Welt.

Wer reicht den Vorschlag ein?

Julia Dombrowski
Corporate Publishing