Urban Journalism Salon: Ein erlebbares Magazin auf der Bühne

Kurze Beschreibung des Unternehmens/Akteurs

Urban Journalism SalonDer Journalismus befindet sich im Wandel, und ständig überraschen kluge Köpfe mit neuen spannenden Projekten. Doch neben all den Websites, Apps und gedruckten Magazinen ist weitestgehend aus dem Blick geraten, dass Journalismus nicht zwangsläufig an den Bildschirm oder das Papier gebunden sein muss. Berichterstattung kann ebenso im öffentlichen Raum stattfinden – performativ, erlebbar, hautnah. Die „Urban Journalism„-Veranstaltungsreihe will diese Plattformen schaffen und Reporter mit ihrem Publikum zusammenbringen. Um einen direkten Einblick hinter die Kulissen journalistischer Arbeit zu geben. Und um in der Schnittmenge aus Publikumswünschen und Journalistenpflicht gemeinsam etwas Neues entstehen zu lassen.

Beschreibung der Idee

Am 1. August fand der erste „Urban Journalism Salon“ in Berlin statt. Im Lehrter Siebzehn in Berlin-Moabit entstand einen Abend lang ein erlebbares Magazin auf der Bühne. Hanno Hauenstein (freier Journalist) berichtete in Texten und Bildern von seinen Recherchen über den Gaza-Konflikt, Lisa Altmeier und Steffi Fetz (Crowdspondent) zeichneten auf der Bühne einen Podcast auf, Thilo Kasper (Putsch) veranschaulichte anhand eines Schlauchboots den Tod der politischen Karrikatur, Teresa Bücker (Edition F) zeigte mit einem Quiz, wie sexistisch Wirtschaftsmedien über Frauen berichten, und Katrin Gottschalk und Daniela Burger (Missy Magazine) bastelten gegen den DIY-Trend an. Moderatorin Eva Schulz führte durch den Abend und bezog das Publikum immer wieder in die Diskussion mit den Journalisten ein.

Inwiefern ist/war die Idee innovativ oder neuartig?

Journalismus kennen wir aus Zeitungen, Zeitschriften, vom Bildschirm – und vielleicht noch von Podiumsdiskussionen. „Urban Journalism“ macht Journalismus für eine junge Zielgruppe greifbar und löst Distanzen auf.

Ist/war die Idee ansteckend oder vielleicht sogar stilprägend?

350 Besucher sind zum ersten „Urban Journalism Salon“ in Berlin gepilgert. Der 500 Quadratmeter große Event-Space Lehrter Siebzehn war rappelvoll, die Bar um ein Uhr nachts leergetrunken. Nicht alle waren begeistert, aber dem Gros hat der Abend Spaß gemacht.

Ausblick: Wie geht/ging es weiter?

2015 sollen weitere Salons in verschiedenen deutschen Großstädten stattfinden. Zur Zeit entstehen neue Konzepte für unterschiedliche Standorte und Themen.

Wer reicht den Vorschlag ein?

Mark Heywinkel, Rabea Edel, Eva Schulz und Jens Twiehaus