Librileo: #hangingbooks als „Street-Art-Guerilla-Marketing-Aktion“

Beschreibung des Unternehmens/Akteurs

LibrileoGegründet wurde die gemeinnützige Librileo UG im März 2015 von Julius Bertram und Sarah Seeliger, die eigentlich aus dem Startup-Bereich stammen und bereits zuvor zwei Unternehmen an den Markt brachten, die sich auf Produkte für Kinder spezialisiert haben. Mit der gemeinnützigen Librileo UG will man nun der Gesellschaft von Nutzen sein, etwas zurückgeben und zielt nicht auf Profit, sondern auf Wirkung ab.

Die gemeinnützige Librileo UG hat es sich zum Ziel gesetzt, Kinder, die in schwierigen Lebenslagen aufwachsen, regelmäßig mit altersgerechten Kinderbüchern zu beliefern – zu Themen, die die Familien sowie die Kinder wirklich interessieren. Für die Familien soll dieser Service kostenlos sein. Das Unternehmen hat in diesem Rahmen eine Bücherbox entwickelt, die neben dem besagtem Kinderbuch ein passendes Spiel enthält, das Eltern und Kinder anregt miteinander zu interagieren, und einen informativen Flyer, der den Eltern wichtige Tipps und Tricks zum jeweiligen Thema der Bücherbox vermittelt und das ganz ohne den pädagogischen Zeigefinger zu erheben.

Nachhaltig ist es die Vision des Unternehmens Bildungsarmut und Chancenungleichheit in Deutschland zu bekämpfen und es möglich zu machen, dass jedes Kind faire Zukunftschancen hat.

Beschreibung der Kampagne

Um auf Bildungsarmut aufmerksam zu machen, hat die gemeinnützige Librileo UG die Kampagne „Bildungsarmut braucht kein Mensch“ entwickelt. Innerhalb dieser Kampagne sollen mehrere „Street-Art-Guerilla-Marketing-Aktionen“  stattfinden, die das Bewusstsein der Menschen für dieses Problem schärfen.

Die Kampagne begann mit der Aktion Hangingbooks in Berlin. Im Rahmen dieser Aktion haben wir an 50 Bus- und Tramhaltestellen in Berlin über 200 Kinderbücher aufgehängt und Poster geklebt, die unser Anliegen verdeutlicht haben. Wir konnten so Aufmerksamkeit für das Thema Bildungsarmut schaffen und gleichzeitig Kindern ein Lächeln auf die Lippen zaubern.

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Inwiefern war die Kampagne erfolgreich?

Die Aktion sorgte für eine breite Resonanz der Presse, so dass unter anderem der Tagesspiegel, die Berliner Zeitung, die Berliner Morgenpost, die B.Z., die Augsburger Allgemeine, der rbb, alles für die Frau und das Elternmagazin von der Aktion berichteten. Auch im Internet und auf den sozialen Netzwerken fand die Aktion großen Anklang, die Facebookseite der gemeinnützigen Librileo UG erhielt beispielsweise innerhalb von drei Tagen 90 neue Likes  und die Reichweite verdoppelte sich um mehr als das 10fache. Die Aktion stieß sogar auf so viel Begeisterung, dass sich Privatpersonen aus Köln bei uns meldeten, die die Aktion nun dort wiederholen werden.

Der WDR berichtete über #hangingbooks in Köln:

Die Bücher, die wir für diese Aktionen verwenden, stammen ausschließlich aus unserem Privatbestand sowie aus privaten Spenden.

Ausblick: Wie geht/ging es ggf. weiter?

Im Rahmen der Kampagne werden weitere Aktionen folgen, so sollen demnächst auch Kinderbücher in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgehängt werden und im Herbst wollen wir Kinderbücher an Bäume hängen, die sich Kinder dann herunter pflücken  und diese mit nach Hause nehmen dürfen. Auch sind noch einige andere Aktionen in Planung, über die aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu viel verraten werden soll.

Wer reicht den Vorschlag ein?

Elisa Utterodt
Social Media Manager bei der gemeinnützigen Librileo UG