Kulturkonsorten: Digitales Weiterdenken im Kulturbereich #eisfrei

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Beschreibung des Team

Die Kulturkonsorten erfinden, bespielen und informieren bereits seit 2011 Themen des „digitalen weiter denkens“ im Kulturbereich. Neben den Webprojekten und Digitalkampagnen, E-Books, Tagungen und Kulturevents ist mit der Eisdiele #eisfrei nun aber erstmals ein temporärer realer Veranstaltungsort getreten. Das Team setzt sich aus Vertretern verschiedenster Sparten zusammen, vom Verlagsmenschen, über Kunsthistoriker zu einen Ingenieur und einer Fotografin bis hin zur Balletttänzerin. Als Sextett schuf die Münchner Crew eine Verortung des Digitialen und nutzte die winterliche Schließung einer trendigen Eisdiele im Münchner Westend für eine eigene Show: die #eisfrei Kulturtheke.

Die Kulturkonsorten – das sind:

Sybille Greisinger, Katrin Dengler, Anja Kaiser, Christian Gries, Harald Link und Felix Wegener.

Was hat das Team im letzten Jahr bewegt?

logo_eisfrei_fvEine Eisdiele zum temporären (Sub-)Kulturstandort machen. In einer Eistheke Bücher statt Eis verkaufen. Das Internet aus den Drähten holen und ihm einen Monat lang auf ca. 30 qm eine temporäre Heimat und mannigfaltige Erscheinungsform geben. An 24 Tagen im Dezember 2014 jeweils eine Aktion planen und ein ganzes Stadtvierteil mit Konzerten, Vorträgen, Theater-, Lese-, Strick- und Tauschabenden bespielen. Jede Aktion live ins Netz streamen und mit einem grandiosen digitalen Feuerwerk (Hashtag: #eisfrei) auf Twitter, Instagram, Facebook, via Newsletter und Blog flankieren. Das Vertraute mit dem Unbekannten verbinden und für bzw. mit dem Publikum das Digitale und das Analoge in ein harmonisches Ganzes bringen, – das alles markiert die Aktion, die das Team der Münchner Kulturkonsorten in den Weihnachtstagen 2014 durchgeführt hat.

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Gruppenbild
Vom 1. November bis zum 24. Dezember 2014 stemmten sie so im Team den Kulturstreich: Sie gestalteten die Ladenfläche neu, wählten und empfahlen 24 Bücher (#24Books) für 24 Adventstage und reichten zur realen Verkostung edler Weine und regionalem Bier, Kunst und Kultur. Um diese „Inspirationstheke“ wurden 24 Veranstaltungen platziert, die die Teilnehmer und Gäste aus ganz Deutschland zur Partizipation animierte. In einer Stadt, die der Kreativität und Subkultur nur wenig Raum gibt, waren Künstler und Blogger, Schriftsteller und Musiker, Schauspieler und Anwohner, Hobbyköche und Amateurfilmer dem Aufruf gefolgt und brachten sich vor Ort und online mit lebhaften Beiträgen ein. Für eine kurze Weile war das Digitale in den Alltag eines Stadtviertels hineingewachsen und hatte so eine Erweiterung des kulturellen Lebens markiert. Die Idee (und freilich auch die Tage und Nächte an der Theke) hat gerockt und inspiriert. Nicht umsonst hat die Idee sofort Nachahmer gefunden und überhaupt gäbe es ja bundesweit über die Wintermonate jede Menge leer stehender Eistheken…

#eisfrei. Eine Eisdiele, ein digitales Leben, ein Team. Nur Eis gab’s hier keins.

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Wer reicht den Vorschlag ein?

Steffen Meier