blicksta: Videokampagne für Schüler in den sozialen Netzwerken

Beschreibung des Unternehmens/Akteurs

blickstablicksta ist eine Berufsorientierungsplattform, die Schüler bei ihrem Weg in ihre berufliche Zukunft unterstützt. Die Jugendlichen können in wissenschaftlich fundierten Tests ihre beruflichen Interessen und Stärken herausfinden. Anhand der Ergebnisse sowie weiterer Faktoren, wie z. B. angestrebtem Schulabschluss und Region, werden dem Schüler auf ihn persönlich zugeschnittene Inhalte angezeigt. Dazu gehören Berufsporträts, Erfahrungsberichte, Webinare und Ratgeberartikel sowie passende Stellenangebote. Zudem können Schüler in den unverbindlichen Dialog mit Unternehmen treten und so authentische Einblicke und Antworten auf ihre Fragen erhalten. Schüler werden von der ersten Berufsorientierung bis zum Bewerbungsprozess (z. B. durch den kostenlosen Bewerbungsmappencheck) von blicksta begleitet und unterstützt.

Auf der anderen Seite bietet blicksta Arbeitgebern, Hochschulen und Verbänden einen strategischen Ansatz, um passende Kandidaten über Ausbildungsplätze oder Studiengänge zu informieren und sie für diese zu begeistern. Ziel von blicksta ist die langfristige Vernetzung von Schülern und Arbeitgebern, um so die Passgenauigkeit zu erhöhen, Abbrüche zu verhindern und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

blicksta ist ein Start-up innerhalb der Medienfabrik Gütersloh, welche zur Bertelsmann-Tochter arvato gehört. Entwickelt und ins Leben gerufen wurde die Idee der Berufsorientierungsplattform von Gero Hesse, HR-Experte, Blogger und Geschäftsführer der Medienfabrik, gemeinsam mit zwei dualen Studenten von Bertelsmann im Juni 2014. Die Medienfabrik ist eine der größten inhabergeführten Marketing- und Kommunikationsagenturen in Deutschland mit knapp 400 Mitarbeitern. Der Geschäftsbereich embrace, der von Gero Hesse betreut wird, ist zuständig für Personalmarketing und Employer Branding und betreibt seit 2012 das Studentennetzwerk careerloft sowie seit 2014 die Schülerplattform blicksta.

Beschreibung der Kampagne

Im März 2015 startete blicksta eine Videokampagne mit dem Ziel, Schüler in den sozialen Netzwerken zu erreichen und mit einem Augenzwinkern dazu zu bringen, sich mit ihrer beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen. Hintergrund ist der Umstand, dass knapp ein Viertel der Berufsausbildungen und 30 Prozent der Studiengänge abgebrochen werden, da Schüler diese häufig mit unrealistischen Erwartungen beginnen. Gründe sind ein unzureichendes Matching sowie veraltete Informationswege.

Über 75 Prozent der Jugendlichen nutzen laut aktueller Studien (fast) täglich Videoportale. Die blicksta-Videos betrachten schräge (nicht reale) „Berufsbilder“ satirisch. Den Auftakt bildete im März der „Deotester“. Es folgten der „Gesichtswurst-Designer“ im Juni und der „Telefonansager“ im September. Weitere Videos folgen in den nächsten Wochen. Schüler werden über die komödiantische Seite abgeholt, sich früh mit ihrer Berufswahl zu beschäftigen und (z. B. auf blicksta) einen Beruf zu finden, der wirklich zu ihren Interessen und Stärken passt. Es werden „Berufe“ gezeigt, die niemand machen möchte und die Emotionen und „Bilder im Kopf“ auslösen. So soll erreicht werden, dass die Schüler zunächst lachen, sich dann aber tatsächlich ernsthaft Gedanken um ihren beruflichen Weg machen.

Deo-Tester? Im Ernst? Bei blicksta findest du bessere Berufsvorschläge ;) www.blicksta.de #wasmachstdumorgen

Posted by blicksta on Mittwoch, 18. März 2015

Traumjob Gesichtswurst-Designer!? Echte Traumberufe gibt’s auf www.blicksta.de!Achtung: Nicht nachmachen, Verletzungsgefahr! ;)

Posted by blicksta on Dienstag, 9. Juni 2015

Berufswunsch Telefonzeitansager!? Oder lieber ein cooler Beruf und ein angesagtes Telefon? Findet jetzt auf…

Posted by blicksta on Mittwoch, 9. September 2015

 

Über den viralen Aspekt kann zudem schnell Markenbekanntheit in der Zielgruppe aufgebaut werden; durch den Call-to-Action werden die Schüler direkt auf die Plattform geleitet. blicksta wird als Experte für Berufsorientierung positioniert.

Neben einer verstärkten Interaktion mit den Schülern ist es blicksta sehr wichtig, die Zielgruppe gut zu kennen und in ihrer Lebenswelt stattzufinden. Die Videos werden bewusst in sozialen Netzwerken ausgespielt, auf denen die User kommentieren und sich gegenseitig verlinken können. Verrückte Motive können von Usern vorgeschlagen und von blicksta umgesetzt werden. Auch eigene Bilder und Amateurvideos können gestaltet werden.

Bei der Kampagne werden schräge Tätigkeiten gezeigt, über die Schüler lachen und die sie nicht selbst ausüben wollen würden. Um diese Reaktion zu erreichen, wird sehr stark mit einer distanzierten Atmosphäre (z. B. klinisch-kühl oder spießig-adrett) und deutlichen Geräuschen gearbeitet. Die Schnitte sind kurz und schnell. Zentral in der Kampagne ist zudem der direkte Blickkontakt zum Zuschauer, der Emotionen (genervt, angeekelt, gelangweilt) widerspiegelt. So wird zudem auf „BLICKsta“ Bezug genommen, was sich auch auf der Plattform (Einblicken. Durchblicken. Ausblicken.) wiederfindet. Die Länge von 15 Sekunden ist bewusst gewählt, um der kurzen Aufmerksamkeit der Zielgruppe gerecht zu werden und auf allen Social Media-Kanälen genutzt werden zu können.

Inwiefern war die Kampagne erfolgreich?

Mit geringem Budget und einfachen Mitteln wurde die Kampagne intern mit blicksta-Mitarbeitern umgesetzt. Für Produktion (Requisiten, Stundenkosten, Kamera-Equipment) und Marketing wurden etwa 500 bis 1.000 Euro pro Video ausgegeben.

Die Kampagne lief bisher extrem erfolgreich und hat alle Erwartungen übertroffen. Insgesamt konnte mit knapp 800.000 Videoaufrufen eine Reichweite von über zwei Millionen Zuschauer erreicht werden, davon weit über 50 Prozent organisch. Mit insgesamt über 1.000 Likes, über 153 Shares und knapp 1.000 Kommentaren auf Facebook wurde die Interaktion mit der Zielgruppe stark angeregt: Ideen für weitere Videos wie der Käselochbohrer, der Wurstknacktester und der Schiffschaukelbremser kamen direkt aus der Zielgruppe. Fotos wurden ebenfalls eingereicht. Die Telekom AG als blicksta-Partnerunternehmen drehte sogar ein Antwort-Video auf den Telefonansager, um auf die attraktiven Ausbildungsberufe in der Kommunikationsbranche hinzuweisen.

Die Reichweite der einzelnen Videos bei Facebook im Detail:

Deo-Tester:

  • Reichweite: 339.456
  • Videoaufrufe: 124.571
  • Likes: 202
  • Kommentare: 69
  • Shares: 60

Gesichtswurst-Designer:

  • Reichweite: 1.209.856
  • Videoaufrufe: 555.165
  • Likes: 678
  • Kommentare: 862
  • Shares: 60

Telefonzeit-Ansager:

  • Reichweite: 229.291
  • Videoaufrufe: 51.681
  • Likes: 159
  • Kommentare: 4
  • Shares: 33

In Summe

  • Reichweite: 1.778.603
  • Videoaufrufe: 731.417
  • Likes: 1.039
  • Kommentare: 935
  • Shares: 153

Ausblick: Wie geht/ging es ggf. weiter?

Inzwischen wurden im Verlauf der Kampagne drei Videos umgesetzt: der Deotester, der Gesichtswurst-Designer und der Telefonzeitansager. Weitere Videos werden in den nächsten Wochen und Monaten folgen, um eine Konsistenz in der Kampagne aufzubauen. Noch im Oktober folgt die Rechenkästchenzeichnerin, die die tägliche Lebenswelt der Schüler aufgreift. Weiterhin folgen in den nächsten Wochen der Käseloch-Bohrer, die Duftbaum-Herstellerin sowie die Hundekot-Markiererin.

Es soll eine stringente Kampagne entstehen, die zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregt. Das Wachstum auf blicksta (seit dem Launch im Juni 2014 knapp 60.000 Mitglieder) soll konstant weitergeführt bzw. beschleunigt werden, sodass noch mehr Schülern bei der Orientierung im Dschungel der beruflichen Möglichkeiten geholfen werden kann.

Wer reicht den Vorschlag ein?

Kristina Sauerstein
PR-Managerin I blicksta
Medienfabrik Gütersloh GmbH