Gespenstersommer 2.0: Remake von Literatur-Geschichte

Beschreibung des Unternehmens/Akteurs

»Gespenstersommer 2.0« ist das Remake einer berühmten Szene der Literatur-Geschichte.

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Der 16. Juni 1816, im nasskalten »Jahr ohne Sommer«, gilt als Geburtsstunde zweier berühmter Monster. ― 200 Jahre später erfahren die verregneten Tage und Nächte in der »Villa Diodati« durch fünf heutige Autoren eine digitale Auferstehung …

Beschreibung der Idee

In der »Villa Diodati« vor den Toren von Genf vertreiben sich Lord Byron, seine Geliebte Claire Clairmont, deren Stiefschwester Mary Godwin und ihr Liebhaber Percy Shelley die verregneten Wochen mit langen Gesprächen. Nachts am Kamin erzählt man einander Grusel-Stories. Schließlich schlägt Byron einen Wettbewerb vor …

Zwei der Geschichten, die dabei entstehen, werden berühmt: »The Vampyre« ― Draculas Urahn quasi ― von John Polidori, dem Leibarzt des Lords, begründet ein ganz neues Genre in der Literatur. Das andere Werk, geschrieben von der blutjungen Mary Godwin, entwickelt ein unheimliches Eigenleben: »Frankenstein« ― dieser Name wird zur Metapher für die Monster des Industrie-Zeitalters.

200 Jahre später. Hinter den Masken der vormaligen Akteure hauchen fünf heutige Autoren dem »Gespenstersommer 2.0« neuen Geist ein. Ihre Villa diesmal ist digital. — Denn der »Gespenstersommer« ist mehr als nur Literatur-Geschichte. Er ist ein Gegenwarts-Stoff: Weltbilder zerbröseln. Neue Techniken beginnen ihren Siegeszug. — Wirtschaft und Handel sind in Umwälzung begriffen. Alte Werte werden wertlos über Nacht. Das einzig Gewisse ist der Wandel …

Die Dampfkraft, welche Spinnräder und Webstühle antrieb, und die geheimnissvolle Elektrizität, die anscheinend die Muskeln Toter zum Leben erwecken konnte, waren die Top-Themen damals, vor 200 Jahren.

Für die Gegenwart lauten die Fragen: Was bedeutet es, wenn Computer klassische Musik komponieren? Oder wenn Algorithmen Sportberichte schreiben? Oder wenn Ersatzorgane aus dem 3D-Drucker kommen … ― Aktuelle Bücher und Filme sind darüber hinaus ebenso Stoff für hitzige Diskussionen, wie Vernetzung und Überwachung, Robotik und Künstliche Intelligenz.

Welches sind heute die Metaphern für jene Angst, die aus unseren Werken erwächst? — Ein Literatur-Wettstreit in der Tradition des Sommers 1816 begleitet die Aktion: »iGhost ― Quellen der Angst« fragt nach den Schrecken des 21. Jahrhunderts …

Ziele:

Das »Gespenstersommer«-Projekt verfolgt folgende Ziele:

  • Eine neue, lebendige Sicht auf die Literatur-Geschichte und ihrer Akteure.
  • Diskussion der aktuellen ökonomischen und politischen Umwälzungen in einem historischen Rahmen.
  • Eine neue Form des Autoren-Marketings für die Beteiligten, ihre Gäste und die Teilnehmer des Literatur-Wettstreits.

Inwiefern war die Idee neuartig?

Gespenstersommer.de bietet nicht nur eine lebendige Sicht auf die Literatur-Geschichte. Es ist gleichfalls eine neuartige Form des Autoren-Marketings: Für jeden Beteiligten gibt es die Gelegenheit, seine Bücher oder Projekte ins passende Licht zu rücken, ohne Kunst und Kommerz zu vermengen. Jeder Teilnehmer des Literatur-Wettstreits erlangt breite Sichtbarkeit für sein Ideen und Texte sowie unmittelbares Feedback durch die Leser.

Gespenstersommer.de bietet jedem Interessenten ein aktuelles Forum sowohl für seine Meinung zu den diskutierten Fragen, als auch für seine eigenen literarischen Werke.

In dieser Kombination aus historischer Information, intellektueller Diskussion und literarischer Präsentation ist der »Gespenstersommer 2.0« ein neues, innovatives Format der Community-Bildung.

Die Idee lässt sich in vielfältiger Weise auf künftige geschichtliche oder literarische Ereignisse übertragen, zum Beispiel auf das Reformationsjubiläum Luther 2017, die 100. Geburtstage des britischen Science-Fiction-Autors Arthur C. Clarke und des deutschen Literatur-Nobelpreisträgers Heinrich Böll im selben Jahr oder auf den 200. Geburtstag des Philosophen Karl Marx im Jahr 2018 …

War die Idee unter Marketingtreibenden ansteckend oder vielleicht sogar stilprägend?

»Gespenstersommer 2.0« ist ein noch bis zum Jahresende laufendes Projekt.

Zahlreiche Zugriffe aus weit über zehn Staaten bezeugen das Interesse an diesem Format.

Darüber hinaus bietet die Website www.gespenstersommer.de alles Wichtige zur Geschichte des »Jahres ohne Sommer«, zu den historischen Hintergründen und Personen, zu Entstehung und Erfolg des  »Frankenstein« …

Ausblick

Noch bis zum 30.12.2016, jenem Tag, an dem 200 Jahre zuvor Percy Shelley und Mary Godwin heirateten und aus der »kleinen Godwin« die bald berühmte Mary Shelley wurde, können spannende Stories, kluge Essays und überraschende Gedichte für den »iGhost«-Wettstreit eingereicht werden. Alle Beiträge werden auf der Website veröffentlicht, die gelungensten vom »Gespenstersommer«-Team mit Buchpreisen ausgezeichnet.

Wer reicht den Vorschlag ein?

Oliver Guntner