Das Social Media Team der Polizei Frankfurt am Main

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Beschreibung des Teams

Das Social Media Team der Polizei Frankfurt am Main, Dennis Seeger und André Karsten, ist für die Polizei sehr erfolgreich auf Twitter, Facebook und Instagram unterwegs. Ihr Ressort ist an die Pressestelle des Polizeipräsidiums Frankfurt angegliedert.

Ausgangspunkt für die Social Media Aktivitäten waren die Ereignisse rund um Blockupy 2013 und die anschließende Kritik an der Polizei Frankfurt wegen fehlender Transparenz bei ihrem Vorgehen. Auch gab es zu dieser Zeit keinerlei Kanäle für die Krisenkommunikation bei Katastrophenlagen. So entstand die Idee, die Sozialen Medien zu nutzen, um mit der Bevölkerung in Kontakt und in einen offenen Dialog zu treten.

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Was hat das Team im letzten Jahr bewegt; was hat es bewirkt?

Im Januar 2014 ist das Social Media Team unter @Polizei_Ffm auf Twitter gestartet, Januar 2015 ist Facebook PolizeiFrankfurt dazugekommen und seit Januar 2016 ist auch Instagram @polizei_ffm dabei.

Hauptziele der Aktivitäten sind die Steigerung der Transparenz der Polizeiarbeit, Informations- und Präventionsarbeit, Nachwuchsgewinnung und die Reichweitengenerierung für Not- und Katastrophenfälle.

Veröffentlicht und gezeigt werden Ausschnitte aus dem Alltag der Polizei und aktuelle Einsätze in Frankfurt (Fußallspiele, Demos) oder auch spezielle Aktionen, wie z.B. Nachwuchswerbung oder Präventionsmaßnahmen wie die Social-Media Aktion #8geben. Dabei versucht das Team stets alle Fragen und Kritik situationsbedingt, und wenn es passt, auch mit Humor und einem Augenzwinkern zu beantworten.

In seiner Kreativität und täglichen Arbeit wird das Social-Media-Team jedoch durch gesetzliche Vorgaben, wie z.B. das Strafgesetzbuch, die Strafprozessordnung, das Ordnungswidrigkeitengesetz oder das Grundgesetz, sowie den Datenschutz stark reglementiert.

Situationen, die andere Social-Media-Manager an ihre Grenzen bringen, besteht das Social Media Team regelmäßig souverän.

„Beleidigungen werden schlagfertig gekontert, bei offensichtlich als Provokation gedachten Fragen geschickt der Wind aus den Segeln genommen. Oftmals passen sie die Tonalität ihrer Beiträge dem Soziolekt des Gesprächspartners an. Mit Erfolg! Nicht selten werden Nutzer, die vorher beleidigend aufgetreten sind, zu neuen Followern der Behörde. Schlagfertigkeit überrascht – vor allem, wenn sie von einem Staatsorgan ausgeht, das sonst eher für Alkoholkontrollen, Drogentests und Hausdurchsuchungen bekannt ist.“, so Christoph Rüppel auf PR Fundsachen in einem Artikel zu #cosca16 über ein Vortrag von André Karsten.

Diese sehr sympathische, offene und authentische Art der beiden Polizeikommissare kommt bei den Nutzern sehr gut an, was die ständig steigenden Nutzerzahlen und Interaktionen zeigen. Die Kanäle sind dabei 24/7 rund um die Uhr an allen Tagen im Jahr erreichbar.

Inzwischen erreichen die Tweets der Polizei Frankfurt über 100.000 Follower, generieren knapp 43.000 Gefällt mir Angaben auf Facebook und über 11.000 Abonnenten auf Instagram.

Hier erzählen sie selbst von ihrer Arbeit:

  • TV-Beitrag auf RTL-Hessen: Social Media-Kampagne der Polizei Frankfurt
  • Video zu Social Media bei der Polizei Frankfurt bei den Insights des Social Media Clubs Frankfurt am 16.06.2015: Wie funktioniert erfolgreiches Social Media?

Wie hat das Team es geschafft, andere anzustecken?

Der positive Beitrag der Polizei Frankfurt in den Sozialen Medien fällt auch anderen Social Media Experten und Medienvertretern auf, so gab es inzwischen verschiedene Interviews und Vorträge, bei

  • Social Media Club Frankfurt
  • RTL –Hessen
  • Hessenschau
  • Frankfurter Rundschau
  • FNP
  • TAZ
  • #cosca16
  • Merkurist

Aber nicht nur der Öffentlichkeit fällt das Social Media Team der Polizei Frankfurt positiv auf, sondern auch in den eigenen Reihen der Polizei gibt es immer mehr „Nachahmer“, die eigene Social Media Teams gründen oder sich in Sachen Social Media schulen lassen:

  • Alle anderen hessischen Polizeipräsidien
  • Wissensaustausch mit BKA
  • Wissensaustausch mit Polizei Bayern
  • Wissensaustausch mit Sachsen
  • Wissensaustausch mit Hamburg
  • Wissensaustausch mit Sachsen
  • Wissensaustausch mit Rheinland-Pfalz

Um bei einem möglichen Katastrophenfall die größtmögliche Reichweite erreichen zu können, plant die Frankfurter Polizei, Ihre Aktivitäten im Social Web weiter auszuweiten. Das Social-Media-Team verfolgt daher neue Trends immer mit dem Hintergedanken, ob diese für die Interessen der Polizei von Nutzen sein könnten.

Einige Beispiele für humorvolle/interessante Kommunikation auf Twitter:

Einige Beispiele für humorvolle/interessante Kommunikation auf FB:

Einige Beispiele für humorvolle/interessante Kommunikation auf Instagram:

🎆 Wolliges Wunder in Frankfurt-Preungesheim Heute Morgen in Frankfurt: Mama Schaf machte sich heimlich auf den Weg, denn etwas Wundervolles stand bevor. Mitten auf einem Feld in der Nähe zur A661 wurde dann Frankfurts neuestes Lamm geboren Mama Schaf und Lamm sahen aber wohl etwas verloren aus – Eine Bürgerin sah die beiden zum Glück und rief die 110 an. Unsere Kollegin & Kollege vom 12.Revier fuhren sofort los und halfen dem Neugeborenen bei seinen ersten wackeligen Schritten im Leben. Alles unter den wachsamen Augen von Mama Schaf Dank eines aufmerksamen Passanten konnte dann der zuständige Schäfer schnell kontaktiert werden und hat Mama Schaf & Lamm sicher ins Trockene gebracht Zuvor ließ sich es sich das Lamm aber nicht nehmen, noch ein Foto mit der Frankfurter Polizei zu machen • • • • • #WirSindEurePolizei #Polizei #police #policja #policia #polizeifrankfurt #polizeiffm #polizeihessen #germanpolice #polizist #polizistin #aufstreife #einsatz #Frankfurt #Hessen #ffm #preungesheim #lawenforcement #blue #frankfurtammain #welcometotheworld #schaf #lamm #lamb #sheep #uniform #geburt #birth #smile

Ein von Polizei Frankfurt am Main (@polizei_ffm) gepostetes Foto am

Wer reicht den Vorschlag ein?

Paul Dylla

Fotos: Paul Dylla