Marc Lippuner: Für den Diskurs zwischen Theater & Netz

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Beschreibung der Person

Es war im Frühsommer des Jahres #myrembrandt als es in Berlin zu einem bemerkenswerten Zwischenfall kam: Marc Lippuner stolperte im Netz über den Aufruf der Pinakotheken zu einer heute längst legendären Aktion: um eine Rembrandt-Kopie konnte man sich bewerben, Fotos sollte man damit machen, ins Netz sollte man diese stellen. Diese Aktion war nicht nur für das Haus selbst ein Meilenstein, sondern hatte noch viel weitreichendere Folgen: Alsbald nämlich – Premiere! – unternahmen Lippuner & Rembrandt ihre erste gemeinsame Reise, die sie im Real Life nach China, und im Netz schließlich um den ganzen Globus führte. „Noch während ich mit meinem Rembrandt durch die Straßen lief, wusste ich, dass ich von nun an auch so kreativ und schlau durchs Internet wirbeln wollte.“, schreibt Marc auf seinem Blog. „Okay, dachte ich, ich will natürlich auch weiterhin Theater machen, aber bildende Kunst oder „was mit Büchern“ ist nunmal auch aufregend – Hauptsache Kunst und Kultur – aber mit Social Net eben – interessiert mich ja auch alles! Je mehr die Grenzen sich auflösen, desto besser, vor allem die Grenzen in meinem Kopf, das hab ich schließlich auch in meinem Kulturmanagementstudium gelernt, dachte ich, noch lange kein ausgewiesener Social-Media-Experte, aber ein ausgewiesener Enthusiast.“
Aus dem Enthusiasten ist nun längst auch ein Experte geworden, der mit den Kulturfritzen alle Facetten von Kultur und Netz tagtäglich in unsere Timelines bringt.

In welcher Hinsicht hat die Persönlichkeit im letzten Jahr einen Unterschied gemacht?

Das größte Verdienst von Marc liegt 2016 zweifelsohne auf dem Diskurs zu Theater & Netz, den er immer wieder vorangetrieben hat, durch Theoretisches, wie Blogparade, Vorträge und Workshops, durch Praktisches wie seine Inszenierung #ichbinnin, durch Verbindendes, wie das Social Media Event zum 30-jährigen Bestehen des Kulturareal am Ernst-Thälmann-Park.

Marcs stetes Vorantreiben des Diskurses „Theater & Netz“ hat auch dazu beigetragen, dass auch die Theaterhäuser beginnen, ihr Verhältnis zum Netz neu und weiter zu denken. Und so findet 2016 nun das Wiener stARTcamp in einem Theater statt.
Neben seiner Teilnahme an der Bloggerreise zur Frankfurter Buchmesse organisierte Marc 2016 auch die Social Media Auftritte der Schaubude Berlin und die laufende Aktion #TheaterDerDinge, analysierte Social Media Events und Ausstellungen (z.B.#HGKBerlin), hielt Vorträge, besuchte Konferenzen, und vertiefte Bestehendes wie den #berlinfakt oder #gruftwandeln. Und Wunder was wenn die Aufzählung noch längst nicht vollständig ist…

Durch die Ausweitung auf ein Wiener Büro der Kulturfritzen konnte mit Marcs Rat und Expertise auch Projekte in Österreich vorangetrieben werden.

Wie schafft es Marc die anderen anzustecken?

„Eigentlich habe ich gestern nur ein paar Fragen in die Runde werfen wollen (…)“, schreibt Marc in seinem Blogpost, als er die Blogparade „Theater & Netz“ ankündigte. Eigentlich stellt Marc stets nur ein paar Fragen, hakt nach, kommt ins Gespräch. Mit Leidenschaft und Akribie greift er dabei Ideen aus dem Netz auf, denkt sie weiter und entwickelt daraus Neues – und animiert mit Humor und Charme die Community immer wieder aufs Neue zum Austauschen und Ausprobieren.

Wer reicht den Vorschlag ein?

Anne Aschenbrenner