Titanentischtennis: Wallraff vs. Diekmann = Realsatire

csm_realsatire_logo_179521fb00Beschreibung des Unternehmens/Akteurs

Wir, Andi Weiland und Jochen Markett, wollen den Ernst des Lebens besiegen – gemeinsam mit ganz vielen Mitstreitern. Den Kampf tragen wir online aus, auf unserem Ende Mai gestarteten Portal realsatire.de und über unsere Social-Media-Kanäle. Außerdem findet Realsatire offline statt: Wir organisieren skurrile Events – und wir gehen bald auch auf die Bühne.

Die Welt ist eine große Realsatire. Jeder von uns begegnet im Alltag Absurditäten – im Büro, auf der Straße, im Netz. Seit Mai gibt es endlich ein Portal für den schönsten Irrsinn aus aller Welt: realsatire.de! Von anderen Satireportalen unterscheiden wir uns, weil wir nicht selber die Witze machen, sondern sie in der Realität finden. Wir nennen es „Humor-Journalismus“. Und wir haben bereits Autoren von Neu-Delhi bis Fulda, die für uns die Skurrilitäten aufspüren. Möglich wurde der Start durch ein Crowdfunding im Februar 2016 bei Startnext. Wir schafften es, mehr als die humoristische Summe von 11.111 Euro zu sammeln. Entscheidend geholfen hat dabei unser Titanentischtennis, das wir als „Ansteckendste Kampagne 2016“ einreichen wollen (siehe eigene Datei). Es fand am 27. Mai in Köln-Ehrenfeld statt, drei Tage nach dem offiziellen Launch unseres Online-Portals.

Solche Realsatire-Events wollen wir noch oft ausrichten – und haben bereits damit begonnen: Am 5. Oktober übertrugen wir live auf Facebook ein humoristisches Scrabble-Spiel mit den „Hooligans Gegen Satzbau“. Titel: „WordWar now“. Und: Wir wollen auf die Bühne gehen! Realsatire-Autoren sollen wie bei einem Poetry Slam gegeneinander antreten und mit ihren absurden Recherchen das Publikum begeistern. Der erste Slam dieser Art wird Ende November in Berlin stattfinden.

Beschreibung der Kampagne

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Es war der „Schlagabtausch des Jahres“ in der Medienbranche! Am 27. Mai duellierten sich zwei Männer an einer Tischtennisplatte in Köln, die eigentlich große Erzrivalen sind: Günter Wallraff, der Mann, der bei BILD Hans Esser war – gegen Kai Diekmann, den BILD-Herausgeber. Und Schiedsrichter war kein geringerer als Deutschlands bester Tischtennisspieler, Timo Boll. Möglich wurde dieses „Titanentischtennis“ durch das humorvolle Crowdfunding für das neue Online-Portal „realsatire.de“. Über das Match, das live bei Facebook übertragen wurde, berichteten 131 Medien in Deutschland. Es war ein erfolgreicher Beitrag gegen den Ernst des Lebens.

„Tischtennis mit Wallraff: 1.111 Euro“. So lautete der Hauptpreis der Crowdfunding-Kampagne von „Realsatire“, die Anfang Februar auf Startnext begann. Und nach zwei Wochen griff dann auch tatsächlich ein Spender zu. Sein Name ließ den Realsatire-Gründern zunächst die Kinnlade runterfallen: Kai Diekmann, Herausgeber der BILDZeitung – und damit Erzrivale von Günter Wallraff, der einst Undercover bei BILD recherchiert und darüber einen Bestseller geschrieben hatte. Die Realsatiriker nutzten die Gunst der Stunde. Sie vermarkteten dieses Match so, dass es zunächst ihrem Crowdfunding zum Erfolg verhalf: 12.669 Euro von 233 Spendern in 31 Tagen (siehe www.startnext.com/realsatire). Und es bescherte ihnen dann ein vielbeachtetes Titanentischtennis in Köln.

„Diekie Balboa und The Eye of the Tiefenrecherche“ schrieb der Branchendienst „turi2“ am 3. März in seinem Newsletter. Es war der Tag, an dem Realsatire bekanntgab, dass es zum Tischtennisduell Wallraff vs. Diekmann kommen wird – aber nur, wenn das Crowdfunding erfolgreich ist. Und es fehlten zu dem Zeitpunkt noch knapp 4000 Euro. Doch das Promi-Duell befeuerte die Kampagne. Die Realsatiriker produzierten einen Trailer wie für einen Boxkampf:

Inwiefern war die Kampagne erfolgreich?

So erreichten sie kurz vor Schluss ihr Ziel und erhielten sogar 1.500 Euro mehr als benötigt. Realsatire konnte als Portal starten – und das Titanentischtennis am 27. Mai stattfinden. Günter Wallraff lud ein, an die Platte hinter seinem Haus in Köln-Ehrenfeld. Mehr als 20 Journalisten wollten vor Ort dabei sein. BILD und Realsatire übertrugen das Match live auf Facebook und erreichten damit fast 50.000 Zuschauer, u.a. in den Berliner Büros von BILD und Startnext, die beide ein Public Viewing organisiert hatten. Wallraff gewann souverän mit 4:1 Sätzen und erhielt dafür neben einem Siegerpokal u.a. einen Realsatire-Jutebeutel. Die Stimmung an dem sonnigen Tag in Köln war äußerst gut, es wurde viel gelacht – und beide Kontrahenten bewiesen vorbildlich, wie befreiend es sein kann, sich selbst nicht immer so ernst zu nehmen. Diese Selbstironie gesellschaftlich weiter zu verbreiten ist eines der Hauptziele von Realsatire.

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Das Match war am nächsten Morgen „Foto des Tages“ in der BILD – und außerdem Thema in 131 deutschen Medien. Die beiden Gründer von Realsatire hatten für ihr kleines Portal eine riesige Reichweite erzielt. Und die FAS schrieb: „Realsatire-Gründer Jochen Markett, bei dem man das Gefühl nie los wurde, dass er selbst ist, wonach sein Portal benannt ist.“ Seitdem sind fünf Monate vergangen. Realsatire veröffentlicht inzwischen regelmäßig Absurditäten im Blog und über seine Social-Media-Kanäle. Der skurrile FB-Live-Stream vom Titanentischtennis hat Nachahmer mit großer Reichweite gefunden: Die „Hooligans Gegen Satzbau“ (138.000 FB-Fans) haben am 5. Oktober gemeinsam mit Realsatire, HassHilft und „Der Goldene Aluhut“ ein Scrabble-Spiel gegen einen ihrer Crowdfunder live übertragen.

Und ab Ende November wird Realsatire auch auf Bühnen für Unterhaltung sorgen: Dann findet in Berlin der erste Medien-Slam statt, bei dem Journalisten vor Publikum humorvoll von einer Recherche berichten und am Ende des Abends ein Sieger gekürt wird. Der Kampf gegen den Ernst des Lebens geht also weiter!

Wer reicht den Vorschlag ein?

Jochen Markett